Tagesgeld und Festgeld: Diese Banken zahlen hohe Zinsen!

6. April 2010, 22:44 Uhr
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Mit sicheren Anlagen lässt sich weiterhin nicht viel verdienen. Umso wichtiger ist es, die besten Konditionen am Markt zu nutzen und gezielt nach attraktiven Angeboten für Tagesgeld und Festgeld zu suchen. Die Prozent.com Redaktion hat nach fairen Banken gefahndet.

Anleger leiden seit langem unter der anhaltenden Niedrigzinsphase im Einlagengeschäft. Die FMH Finanzberatung schätzt, dass Banken derzeit im Durchschnitt gerade einmal 1,21 Prozent Zinsen p.a. für Tagesgeld zahlen, wenn 50.000 Euro angelegt werden. Bei 5.000 Euro Anlagesumme fällt der Marktzins mit 1,16 Prozent noch geringer aus.
Kaum besser sieht es bei Festgeldanlagen aus. Festgeldkonten mit 12 Monaten Laufzeit bringen Anlegern laut FMH-Index derzeit gerade einmal 1,33 Prozent Zinsen. Nach Abzug von Steuern und Inflation lässt sich damit die Kaufkraft des Kapitals nicht einmal erhalten. Um das Anlageergebnis so ansprechend wie möglich zu gestalten, sollten Sparer nicht nur beim Geldverdienen, sondern auch beim Anlegen keine Mühen scheuen und die Konditionen am Markt vergleichen.
Der überschaubare Aufwand lohnt sich. Die Fidor Bank AG etwa zahlt 2,55 Prozent Zinsen auf ihrem Tagesgeldkonto – mehr als das Doppelte des Durchschnittswertes also. Einen echten Haken gibt es nicht: Der Zinssatz gilt für Neu- und Bestandskunden, die Guthaben sind jederzeit und in vollem Umfang verfügbar und die Kontoführung ist kostenfrei. Die Mindestersteinlage beträgt 2.500 Euro
Einzig die Einlagensicherung lässt zu wünschen übrig: Die Guthaben sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 50.000 Euro in voller Höhe gesichert. Eine Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds kann die Fidor Bank AG jedoch nicht vorweisen -mehr als 50.000 Euro sollten deshalb nicht angelegt werden.
Auch bei anderen Banken lässt sich mit Tagesgeld eine höhere Rendite erzielen als der Marktdurchschnitt es auf den ersten Blick vermuten lässt. Die DAB-Bank etwa zahlt 2,3 Prozent. Auch hier ist die Kontoführung kostenfrei und die Verfügbarkeit der Guthaben selbstverständlich. Die DAB ist auch Mitglied im Einlagensicherungsfonds. Das Angebot bezieht sich jedoch nur auf Neukunden und gilt nur für Guthaben bis 15.000 Euro.
Bei der ING-Diba und der Sparkassen-Tochter 1822direkt sind immerhin noch 2,0 Prozent Zinsen für Tagesgeld zu haben. Bei Festgeldanlagen lohnt sich der Vergleich ebenfalls. Ein gutes Angebot macht auch hier die Fidor Bank: Bei 12 Monaten Laufzeit zahlt das Institut 3,01 Prozent Zinsen im Jahr. Die Mindestanlagesumme beträgt 5.000 Euro. Das Festgeldkonto bei der SWK-Bank erfordert eine Mindesteinlage von 10.000 Euro und bietet bei 12 Monaten Laufzeit 2,05 Prozent Zinsen. Die IS Bank AG zahlt 2,1 Prozent und bei der Bausparkasse Mainz sind 2,01 Prozent zu haben.
Bei 24 Monaten Anlagedauer ist die Fidor Bank mit 3,3 Prozent Zinsen ebenfalls ganz vorn. Die SWK-Bank und die IS Bank zahlen jeweils 2,6 Prozent p.a. Bei 36 Monaten Anlagedauer findet sich die IS Bank mit 3,0 Prozent Zinsen p.a. ebenfalls unter den besten Anbietern am Markt. Die Santander Bank zahlt 3,33 Prozent Zinsen im Jahr und ist damit Spitzenreiter unter den Instituten mit deutscher Einlagensicherung.
Fazit: Der Vergleich lohnt sich – in der Summe ergeben sich Unterschiede im Umfang von einigen hundert Euro, wenn 10.000 Euro angelegt werden.


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